Fachkräfte fehlen, trotz guter Auftragslage

Die Stimmung im Handwerk ist bestens, die Zahlen sehen gut aus, dennoch trübt etwas die gute Stimmung. Dem Handwerk fehlt es leider an Nachwuchs- und Fachkräften. Aus diesem Grund sorgen sich viele Selbstständige um die Zukunft.

Das erste Quartal 2017 verlief sehr gut für das Handwerk. Das zweite Quartal 2017 ist laut der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer in Wiesbaden viel besser als erwartet. Präsident der Handelskammer berichtet bescheiden, dass sie nur gute Zahlen zu berichten haben. In dem Konjunkturbericht befinden sich mehr als 25.000 Betriebe. Laut Repp verzeichnet der errechnete Geschäftsklimaindex einen historischen Höchststand.

Damit diese hohe Nachfrage bedient werden kann, denken mindestens ein Sechstel der Unternehmen laut Umfragen über Neueinstellungen nach. Allerdings tun sich Betriebe schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Immer größer wird das Problem, eigens im Betrieb ausgebildete Fachkräfte reichen bald nicht mehr aus.

Ein Lösungsvorschlag für diese Problematik ist das sogenannte Berufsabitur, hierdurch könne man mit einer Lehre in Zukunft noch ein Studium absolvieren. Dieser Vorschlag ist noch in Planung, auch in Pilotprojekt ist derzeit noch nicht gestartet. Dies sei ein Vorschlag, um dem Trend zum Studium nachzukommen. Das Handwerk wirbt nach wie vor verstärkt um Studenten, die sich gegen eine akademische Laufbahn entschieden haben. Junge Leute müssen wissen, dass das Handwerk sehr gute Verdienst- und Karrieremöglichkeiten bietet. Jedoch bleibt abzuwarten, ob sich dieser Vorschlag in Zukunft erfolgreich umsetzen lässt.

Neben den Nachwuchssorgen beschäftigt die Handwerksbetriebe die Diskussionen um das Dieselfahrverbot. Viele glaubten sich mit Einführung der Euro 5 Norm auf der sicheren Seite. Jedoch ist nun von blauer Plakette und Fahrverboten die Rede. Viele Handwerksbetriebe besitzen Spezialfahrzeuge mit einer besonderen Ausstattung. Aus diesem Grund wird von vielen Handwerksbetrieben ein „Bestandsschutz“ gefordert. Dieses sollte sich über die bereits angeschafften Fahrzeuge ausdehnen, denn es wurde bereits viel in diese Fahrzeuge investiert, vor allem bei Fahrzeugen mit einer individuellen Ausstattung.

2017-08-04T13:40:44+00:00 4. August, 2017|Betrieb|